Ferienprogramm für Erwachsene Juli 2024
Unser diesjähriges Ferienprogramm für Erwachsene führte uns am 11. Juli nach Ludwigsburg und auf die Solitude.
Ein vielfältiges und spannendes Programm wartete auf die Reisegruppe, die sich um 07:45 Uhr mit dem Bus der Firma Hartmann auf den Weg machte. Eintauchen wollten wir in die Landesgeschichte Baden-Württembergs und einfangen lassen von dem illustren Leben bei Hofe im 18. und 19. Jahrhundert. Im Residenzschloss Ludwigsburg führte uns die „Kammerzofe der Königin“ im Rahmen einer kostümierten Führung durch die Gemächer der Königin Charlotte Auguste Mathilde und dem ersten württembergischen König Friedrich. Sie wusste allerhand „Klatsch und Tratsch bei Hofe“ zu berichten, gab jedoch auch einen schönen Einblick ins strenge protokollarisch organisierte Leben am Königshof. Kurzweilig, interessant, erfrischend und unglaublich lebendig war die Führung, die uns wahrlich in eine andere Zeit versetzte.
Voller Freude und wunderbarer Eindrücke ging es für uns zum Mittagessen und sodann mit dem Bus aufs Schloss Solitude.
Das Lustschloss wurde zwischen 1763 und 1769 im Auftrag von Herzog Carl Eugen auf einem langgezogenen Höhenrücken nahe der Stuttgarter Stadtbezirke Weilimdorf und Botnang gebaut. Herzog Carl Eugen, der sich vom absolutistischen Herrscher zum in vielen Belangen verdienten Herzog Württembergs entwickelte, hinterließ auch in Kirchentellinsfurt seine Spuren, in dem er das leider nicht mehr vorhandene Chateau Neuf erbauen und einen wunderbaren Garten anlegen ließ. Vom einstigen 100 ha großen Garten an der Solitude ist leider ebenfalls nichts mehr zu sehen, jedoch besteht die rund 13 km lange Solitude Allee, die unmittelbar kerzengerade direkt zum Schloss Ludwigsburg führt. Der Garten der Solitude wurde gepflegt von Johann Kaspar Schiller, dem Vater des Dichters Friedrich Schiller. Nach der Zeit Herzog Carl-Eugens verlor das Lustschloss an Bedeutung und wurde immer weniger genutzt. Heute steht es im Eigentum des Landes Baden-Württemberg und ist für Besichtigungen geöffnet. Wahrlich ein kulturelles und bauhistorisches Juwel und wenn man bedenkt, dass ein ähnlich geartetes Schloss einst auf dem Einsiedel zu finden war, befällt einen doch ein klein wenig Wehmut, denn auch dort würde sich eine wunderbare Naturlandschaft mit einem einzigartig schönen Bauwerk zusammenfügen.
Bevor wir die Rückfahrt nach Kirchentellinsfurt antraten, stärkten wir uns auf der Schillerhöhe mit Kaffee und Kuchen. Bester Dinge und mit vielen Eindrücken, die noch lange nachklingen werden, kamen wir gegen 18:30 Uhr wieder in Kirchentellinsfurt an. Bereits heute freuen wir uns wieder auf den Ausflug im kommenden Jahr, der uns wieder einen tollen Tag bescheren wird.
Bernd Haug
Bürgermeister